Lehrkörper der LMS St. Johann in Tirol

Landesmusikschule St. Johann - über uns

Unsere Musikschule wurde am 01.09.1968 gegründet.
Sie ist seit 01.03.1994 Mitglied im Tiroler Musikschulwerk.

Begonnen hat alles am 1. März 1994 mit dem Gründungsgedanken, im Musikbezirk möglichst vielen Interessierten einen Zugang zur Musik zu bieten. Die Musikschulen St. Johann in Tirol, Fieberbrunn und Kössen wurden zur Landesmusikschule St. Johann zusammengeschlossen. Heute zählt die Landesmusikschule mit knapp 1.300 SchülerInnen zu einer der größten Landesmusikschulen in Tirol.

Ausbildung musikalischer Jugend

Die Musikschule ermöglicht allen Musikbegeisterten aus St. Johann und den übrigen zehn Gemeinden eine qualitätsvolle musikalische Ausbildung. Neben Instrumental- und Gesangsunterricht wird auch eine breite Palette an Ergänzungsfächern angeboten, wobei ein besonderes Augenmerk auf das Ensemblespiel gelegt wird.

Das Gemeindeleben und kulturelle Angebot der Region St. Johann in Tirol genießt mit diversen Vortragsabenden, Umrahmung kirchlicher Feiern, Konzertveranstaltungen sowie der der Mitwirkung bei Ausstellungseröffnungen, Schulfesten oder Seniorennachmittagen durch die LMS St. Johann eine ungemeine Aufwertung. Die Landesmusikschule St. Johann ist auch stets bei Musikwettbewerben – wie beispielsweise „Prima la musica“ - auf hohem Niveau in den unterschiedlichsten Stilrichtungen erfolgreich. Die Musikschule gilt zudem als idealer Wegbereiter begabter junger MusikerInnen für den Besuch eines Konservatoriums oder einer Musikuniversität.

 

Historischer Rückblick

Die ersten historischen Aufzeichnungen über einen Musikunterricht in St. Johann in Tirol gehen  bis in das 14. Jhdt. zurück. Nach dem Muster der Stifts- und Klosterschulen gab es in der Pfarre eine Sänger- und Ministranten-ausbildung, lange bevor es im 16. Jhdt. das erste geregelte Schulwesen gab.

Jeder Schulmeister musste zu Gott und den Heiligen schwören und der Lehrer Onoffrius Gall wurde jährlich mit 1/4 FL für das "Orgelschlagen", das „Sängerabrichten“ und das „Kirchenlieder einüben“ entlohnt.

Im Jahre 1732 zog der Schulmeister, Organist und Chorleiter Stefan Angerer aus Bayern nach St. Johann in Tirol. Dessen Sohn, Edmund Angerer, war einer der bedeutendsten Tiroler Barockkomponisten des ausgehenden 18. Jhdts. und er war der Komponist der berühmten, aber fälschlicherweise Mozart zuge-schriebenen Kindersymphonie.

Die musikalische Entwicklung der Region St. Johann in Tirol ist eng mit der Entstehung der örtlichen Musikkapellen verbunden, so waren die ersten Bläsergruppen im Stile der Türkischen Militärmusiken um 1700 bei den Schützen aktiv.

Die ältesten bekannten Gründungsdaten von Musikvereinigungen sind die,   der Musikkapelle Fieberbrunn (1804) oder die ältesten noch vorhandenen Vereinsstatuten jene der Bundesmusikkapelle St. Johann in Tirol aus dem Jahre 1872.

Die Blasmusik war somit schon in der Frühzeit eine Triebfeder der Musikalischen Ausbildung, die zu der damaligen Zeit vorwiegend von denDorfschullehrern erteilt wurde, erst Mitte des vorigen Jahrhunderts wurdeschließlich durch den Blasmusikverband durch die Kapellmeister und inspäterer Folge durch die Instruktoren diese Aufgabe übernommen.

Nach den Wirren des 2. Weltkriegs entwickelte sich eine musikalisch geregelte Ausbildung nur sehr langsam und so war man neben dem vorher erwähnten Unterricht über die Blasmusikkapellen vor allem auf einige engagierte Privat-lehrer angewiesen. Neben dem sehr aufgeschlossenen Kapellmeister Zobl, der auch Chorleiter und Lehrmeister für Streichinstrumente war, sind besonders Frau und Herr Werth zu erwähnen, die für ihren Klavier- bzw. Klarinetten- unterricht bekannt waren.

Aus dieser Familie entstammt auch die heutige Stiftung rund um die „Alte Gerberei“, einem Veranstaltungs- und Begegnungszentrum in dem auch die Landesmusikschule mit den Vortragsabenden und Seminaren des Tiroler Musikschulwerkes zu Gast ist.

1968 wurde schließlich die Musikschule der Marktgemeinde St. Johann in Tirol gegründet und seit Mitte der Siebziger Jahre gibt es in der Volks- und Haupt- Schule jeweils einige Klassen die einen besonderen Schwerpunkt auf die Musikalische Ausbildung legen.

Entwicklung der Musikschule in der Marktgemeinde St. Johann in Tirol

Durch den vielseitigen Wunsch der Bevölkerung nach einem geregelten Musikunterricht und auf Anregung des seinerzeitigen Kulturreferenten Prof. Walter Kantner und des damaligen Bürgermeisters Andreas Mariacher wurde im Jahre 1968 die Musikschule St. Johann i.T. gegründet. Die Leitung der Musikschule wurde Frau Annemarie Schodl anvertraut, ebenso die Führung der Klavierklasse. Sieben Lehrkräfte sorgten für den Unterricht in den Fächern Blockflöte, Gitarre, Akkordeon, Trompete, Klarinette, Violine und Chorgesang.

Im 1. Unterrichtsjahr besuchten 134 Schüler die Musikschule in den Räumlichkeiten der Volksschule St. Johann in Tirol. Eine Schulordnung regelte vom 1. Tag an den schulischen Alltag, der von der Kulturabteilung der Tiroler Landesregierung unter Mithilfe des Konservatoriums der Stadt Innsbruck erstellte provisorischer Lehrplan galt als Leitfaden der musikalischen Ausbildung. Der Unterricht erfolgte für die Mehrzahl der Schüler einmal wöchentlich in einer Unterrichtseinheit von 50 Minuten, am Semester- wie am Schuljahresende wurde die Leistung der Schüler benotet. Seit Bestehen der Musikschule wurden auch Schüler aus den Nachbargemeinden unterrichtet, besonders zahlreich war der Andrang aus den Gemeinden Kirchdorf / Erpfendorf und Oberndorf.

Chronologie der Musikschule Fieberbrunn

In der Gemeinderatssitzung vom 24. Oktober 1975 wurde der Beschluss zur Gründung einer Musikschule gefasst, der Hauptschullehrer Johann Steinlechner zum Leiter bestimmt. Im Februar des Schuljahres 1975/76 konnte der Unterricht begonnen werden. Alle Lehrer, einschließlich des Leiters, unterrichteten zu diesem Zeitpunkt bereits 95 Schüler auf 12 verschiedenen Instrumenten, waren nebenamtlich an der Musikschule beschäftigt und wiesen nur vereinzelt gewisse Qualifikationen (Lehramtsprüfung in Musik, Konservatoriumsbesuch, Kapellmeisterprüfung u.ä.) auf.

Die Schüler- und somit auch die Lehrerzahl stieg ständig, wobei im Jahre 1986 etwa 160 Schülern in bereits 22 Fächern Unterricht erteilt wurde und von jeher gab es einen bedeutenden Anteil von etwa 15% erwachsenen Schülern.

Seit Bestehen war die Leitung der Musikschule Fieberbrunn bestrebt, sich nach den Richtlinien, die seitens des Landes empfohlen wurden, zu halten.

Daher war es auch keine große Umstellung, als dann Anfang der Neunziger-jahre die Bestrebungen eines einheitlichen Tiroler Musikschulwesens geboren wurden.

Als dann am 1. März 1994 die Musikschule der Marktgemeinde Fieberbrunn an die Landesmusikschule St. Johann in Tirol angegliedert wurde, verlor sie zwar ihre Eigenständigkeit, konnte dafür aber von einem größeren Instrumental- angebot und von der Inanspruchnahme bestens qualifizierter Lehrkräfte profi-tieren.

Musikschule der Gemeinde Kössen


Die Idee der Gründung einer Musikschule entstand im Jahre 1987. Damals wurde mittels „Postwurf an jeden Haushalt“ der Bedarf ermittelt. Durch die finanzielle Unterstützung der Gemeindepolitiker und das Wohlwollen der drei Pflichtschuldirektoren konnte das Projekt der „Gemeindeeigenen Musik-schule“ starten.

Im kleinen Ausmaß beginnend erfuhr das Unternehmen Musikschule durch jährlich steigende Schülerzahlen seine Bestätigung. Der Unterricht wurde von Privatlehrern, ohne Dienst- oder Werkvertrag erteilt, mit der Leitung der Schule wurde die gebürtige Oberösterreicherin Marliese Moroder betraut.

Dann – im Frühjahr 1994 – beschloss die Gemeinde Kössen, sich mit zehn Nachbargemeinden zur "Landesmusikschule St. Johann" zu vereinigen - mit zwei Exposituren: Fieberbrunn und Kössen. Diese erfreuliche, von Weitsicht getragene Entscheidung der Gemeinderäte erweiterte erheblich das Angebot an Instrumentalfächern. Der Musikschüler erfährt heute einen gesicherten, kontinuierlichen Ausbildungsweg mit einem breiten Fächerangebot in der Eigenen Gemeinde, der durch soziale Absicherung von qualifizierten Musik-pädagogen bzw. durch die Dienst- und Organisationsstrukturen des Tiroler Musikschulwerkes geschaffen wurde.

Die Entwicklung der Landesmusikschule St. Johann in Tirol

Am 1. März 1994 wurden die Musikschulen St. Johann in Tirol, Fieberbrunn und Kössen zur Landesmusikschule St. Johann in Tirol zusammengeschlossen. Dies hatte auch zur Folge dass zusätzlich auch in allen Mitgliedsgemeinden – Oberndorf in Tirol, Going am Wilden Kaiser, Kirchdorf in Tirol, Waidring,        St. Ulrich am Pillersee, St. Jakob in Haus,  Hochfilzen und Schwendt – Unterricht in den so genannten „dislozierten Klassen“ erteilt wird.

Neben einem landeseinheitlichen Lehrplan, einer einheitlichen Schulgeld-ordnung und einem fixen Förderungswesen für Musikinstrumente brachte der Beitritt zum Tiroler Musikschulwerk die Möglichkeit, alle instrumentalen Unterrichtsfächer und Ergänzungsfächer wie Ensemblespiel, Big-Band, Chorgesang, Musikkunde, Popensemble, Schülerblasorchester, verschiedenste Instrumentalensembles etc. anzubieten. Bei der Übernahme als Landesmusik- schule wurden 328 Schüler unterrichtet, die Schülerzahl stieg im ersten Schuljahr 1994/95 sprunghaft auf 759 Schüler, steigerte sich auf 1.145 im Schuljahr 1998/99 und hat mit dem Wintersemester 2001 einen Höchststand von 1264 Schülerinnen und Schüler erreicht.

Seit Bestehen der Landesmusikschule finden alljährlich Vortragsabende der Musikschüler statt, in ca. 50 Vortragsabenden pro Schuljahr können sich die Schüler vor einem Publikum bewähren und der Öffentlichkeit wird Gelegenheit geboten, sich von den Leistungen der Schüler zu überzeugen. Am kulturellen Gemeinschaftsleben unserer Gemeinde nehmen die Schüler aktiv teil, ihre Mitwirkung bei diversen Schulveranstaltungen, im Altersheim, bei Senioren-nachmittagen, bei Vorträgen und Ausstellungen sei hier als Beispiel ge-nannt. In den letzten Jahren konnten Schüler der Landesmusikschule              St. Johann in Tirol  bei verschiedenen Wettbewerben beachtenswerte Erfolge aufweisen.

Ein weiteres Ziel der Musikschule konnte realisiert werden: Einige unserer Schüler haben sich dem Musikstudium zugewandt, es erfolgreich beendet und sind nun selbst als Lehrer am Konservatorium und an verschiedenen Musik-schulendes Landes, ja sogar als Musikschulleiter tätig.

Der Musikschul-Unterstützungsverein (MUV):

Der seit Mitte April 1996 existierende und auf Anregung des Musikschulleiters Martin Rabl initiierte  Musikschul-Unterstützungsverein St. Johann in Tirol, kurz auch MUV genannt, will in regelmäßig stattfindenden Sitzungen, an denen Schüler, Eltern und Lehrer teilnehmen können, verstärkt auf die Interessen und Anliegen der gerade genannten Personengruppen eingehen.

Es wird versucht, in gemeinsamer Zusammenarbeit außerhalb des Schul-betriebes ein zusätzliches Angebot eigener musikalischer Aktivitäten zu erarbeiten, wie z.B. die Planung und Organisation von eigenen kulturellen  Veranstaltungen (Sonderkonzert-Reihe, Fortbildungsseminare für Lehrer  und/oder Schüler) oder von Gemeinschaftsprojekten in Zusammenarbeit mit  anderen Institutionen (Gemeinde(n)  und Vereinen), die Herausgabe der  Musikschulzeitung (mittlerweile bereits 34 Ausgaben!), die Förderung besonders begabter Musikschülerinnen und Musikschüler, - die Förderung bedürftiger Musikschülerinnen und Musikschüler, sowie die Unterstützung der Landesmusikschule St. Johann in Tirol in allen Anliegen, so auch bei der Anschaffung besonders seltener oder für spezielle Altersgruppen benötigte Instrumente (frühinstrumentaler Unterricht) oder bei der Förderung besonders seltener Musikrichtungen in der Region St. Johann in Tirol.